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Die Route verbindet verschiedene Orte auf dem Karstfeld von Planina und im Ort Planina in der Region Postojna. Dort sind noch heute Überreste der ehemaligen Staatsgrenze zwischen dem Königreich Jugoslawien und Italien aus der Zwischenkriegszeit zu sehen. Der Weg ist vier Kilometer lang. Für die Besichtigung solltest du bis zu zwei Stunden einplanen.
Planina ist ein kleiner historischer Marktort, der in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen unmittelbar an der Grenze zwischen Jugoslawien und Italien lag. Noch heute finden sich hier zahlreiche Überreste und Geschichten aus einer Zeit, an die sich die Slowenen vor allem wegen der als ungerecht empfundenen Grenzziehung erinnern. Den Grenzvertrag unterzeichneten die beiden Staaten am 12. November 1920 im italienischen Rapallo. Durch die Rapallo-Grenze verloren die Slowenen ihre kulturellen und wirtschaftlichen Zentren Triest und Görz, den Zugang zum Meer sowie mehr als ein Drittel ihrer nationalen Gemeinschaft. Fast drei Jahrzehnte lang waren sie einer Politik der erzwungenen Assimilation und der Gewalt ausgesetzt.
Die Zwischenkriegszeit war in Planina von gewagten Schmuggelgeschichten, Blutrache, Ausschreitungen italienischer Soldaten, Schusswechseln zwischen den Grenzdiensten, internationalen Konflikten und faschistischer Gewalt geprägt. Sogar Mussolini besuchte den Ort. Nur drei Jahre vor der erneuten italienischen Besetzung Jugoslawiens und dem blutigen Krieg sprach er hier noch von der Freundschaft zwischen den beiden Staaten. Die Grenzsteine sind heute stumme Zeugen einer Zeit, die in Planina zahlreiche Wunden hinterlassen hat: verlassene Siedlungen, die Ruinen eines einst mächtigen Schlosses und Erinnerungen an eine Grenze, die sogar Nachbarn derselben Straße voneinander trennte.
Der Weg umfasst acht Stationen. Sie zeigen Überreste der Rapallo-Grenze, darunter erhaltene Grenzsteine und den Standort des damals meistgenutzten Straßengrenzübergangs Sloweniens. Außerdem wird der Bau des italienischen Befestigungssystems Alpenwall vorgestellt, das rund um Planina aus insgesamt fünf Verteidigungsgruppen bestand.
Weitere Informationen findest du auf der Website des Historischen Weges Planina.
In unmittelbarer Nähe gibt es weder ein Gasthaus noch ein Geschäft. Nimm deshalb am besten eine kleine Verpflegung mit.

